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Twitter sperrt Jüdische Allgemeine wegen eines Interviews

Politics

Wie jetzt bekannt wurde, ist das Twitter-Konto der Jüdischen Allgemeinen am Montag kurzerhand gesperrt worden. Der Grund war ein Interview mit dem israelischen Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, das die Wochenzeitung teilte. Darin sprach er über den Standpunkt seiner Regierung, mit der AfD wegen der Haltung diverser Parteimitglieder zum Holocaust nichts zu tun haben zu wollen. Twitter sperrte die Online-Zeitung, weil sie mit dem Post gegen die Regeln zum Veröffentlichen von irreführenden Informationen zu Wahlen verstoßen habe. Die Sperre sollte zwölf Stunden dauern, wurde aber früher aufgehoben. Jeremy Issacharoff wurde 1955 in London geboren und ist israelischer Diplomat. Seit dem 29. August 2017 ist er Botschafter Israels in Deutschland. Jeremy Issacharoff ist verheiratet mit Laura Kam und hat zwei Söhne und eine Tochter, die vermutlich ebenfalls twittern. Doch Twitter schlägt gerade einen unrühmlichen Weg ein.

Twitter vs. Meinungsfreiheit

Twitter verabschiedet sich immer schneller und auch deutlich sichtbarer von einer tragenden Säule auf die  Unternehmen aber aufbaut, der Meinungsfreiheit. Wer sich politisch äußert, läuft Gefahr ausgeschlossen oder zumindest kurzfristig gesperrt zu werden. Auch mit dieser Art von verfehlter Unternehmenspolitik nähert sich Twitter an Facebook an, wo man inzwischen ganz ähnlich verfährt.

Menschenrecht vs. Privatrecht

Bitte baut eure eigenen Sozialen Netzwerke und verlasst die Großen Player! Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und wird in Verfassungen als ein gegen die Staatsgewalt gerichtetes Grundrecht garantiert, um zu verhindern, dass die öffentliche Meinungsbildung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit Regierung und Gesetzgebung beeinträchtigt oder gar verboten wird.

 

Bild: Screenshot Jüdische Allgemeine

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