Darknet-Exit-Scam: Finger weg von Olympus-Market

Darknet-Exit-Scam: Finger weg von Olympus-Market

Achtung Exit-Scam! Finger weg vom Olympus-Markt. Nach nunmehr einer Woche ist klar, dass der Olympus Markt im Darknet verloren ist. Erst geht man wegen angeblicher Wartungsarbeiten offline, dann verschwinden ganze Konten und der Support hat keine Ahnung von dem, was gerade passiert. Plötzlich ist der Markt dann wieder im Netz. Zwei Moderatoren lässt man jedoch im Regen stehen. Sie bekommen keinerlei Informationen mehr. Die Olympus Admins sind seit einer Woche verschwunden. Kein Kontakt möglich.

Alle Kanäle tot

Die Probleme begannen letzte Woche, als einige Olympus-Market-Dealer feststellten, dass ihre Aufträge nicht abgearbeitet wurden. Dann meldete man sich doch und gab bekannt, dass der gleiche Monero-Bug für die Downtime verantwortlich wäre, der angeblich auch die Hot-Wallet von Dream Market befallen hätte. Grund für die finalen Probleme wäre außerdem einen Phisher mit einem Reverse-Proxy blablabla… Jedenfalls, erst gingen die Hauptlinks für Olympus offline, dann folgte das Olympus Forum. Zunächst liefen noch ein paar alte Spiegelserver von Olympus, merkwürdig, merkwürdig, dann waren alle down. Olympus wurde von der DeepDotWeb Top Markets-Liste gestrichen. Die Seite war nicht mehr erreichbar. Alle Kommunikationskanäle waren tot. Es gab keine Möglichkeit, mit den Admins in Kontakt zu treten. Damit war klar, der Olympus Market mußte offiziell als Exit-Scam betrachteten werden.

Plötzlich waren sie da

Die Sache mit dem Olympus Markt war schon immer recht merkwürdig. Erstaunlich, das der Markt erst jetzt hochgeht. Vor allem die Art und Weise, wie sie im vergangenen Jahr, aus heiterem Himmel, mit einer professionell wirkenden Website auftauchten, die perfekt funktionierte und insgesamt einen hochwertigen Eindruck machte, von einigen Sicherheitsproblemen mal ganz abgesehen. Angeblich sollten Team-Member alte Darknet-Marktveteranen mit jahrelanger Erfahrung in der Verwaltung von Darknet-Märkten dabei gewesen sein. Mit Öffentlichkeit, jedenfalls, hatten man nie Probleme, Angst vor Entdeckung war ihnen fremd.

Der eine hat’s, der andere nicht

Nach allem, was wir jetzt wissen, sind einige der Olympus Admins auch an früheren Exit-Scams anderer Märkte beteiligt gewesen. Woher wir das wissen? Naja, während die Fakenews-Schleuder: Tarnkappe, die in der Szene auch Dreckklappe genannt wird, z.B. oft merkwürdige (Fake-)Interviews führt, die gewöhnlich mit idiotischen Fragen gefüllt sind, stellt Prinzipia.com die richtigen Fragen. Zum Beispiel: Wenn du Fakenews-Babo: Lars ficken müsstest, in welches Loch wäre das und warum?, oder so. Kleiner Tip: Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt auch gute Antworten. Dazu muß ein Interview aber auch tatsächlich stattfinden. Wer in Köln hinter seinem Mini-Mac klemmt und von einer Parkbank mitten in Berlin faselt, nur ein Beispiel von Vielen, hat für mich einen an der Waffel. Aber bitte, bitte, jedem nach seiner Fasson. Ich nehme an, echte Interviews sind nicht jedermanns Sache. Da ist man dann etwas zögerlich, im Umgang, meidet persönliche Treffen, fürchtet die richtigen Fragen, aus Angst, dass irgend ein Admin sich unwohl fühlen könnte und einen zurückweist. Das kann man verstehen, nur sollte man dann nicht so tun als ob. Das ist Betrug an der Leserschaft. Das sind Fake-News.

Nicht zum ersten Mal

Es gibt Leute, die gehen mitlerweile davon aus, dass Team Olympus Login-Daten ihrer Kunden verwendet hat, um auf weitere Accounts, in anderen Märkten, zuzugreifen. Dort wurden dann Monero-Konten geplündert. Soviel steht fest. Es gibt immer noch Leute, die ihre Namen und Avatare mehrfach verwenden, wegen des Wiedererkennungswertes. Das allein ist noch verständlich, wenn auch aus Sicherheitsgründen nicht nachvollziehbar. Aber es wird ja wirklich niemand dazu gezwungen seine Passwörter mehrfach zu verwenden. Oder?

Ein Herz für Flüchtlinge

Für alle Olympus-Flüchtlinge, die einen alternativen Markt suchen, hat Prinzipia.com zwei Empfehlungen parat. Natürlich nur um sich zu informieren, bitte begeht keine Straftaten, blablabla… Einmal gibt es da den Dream Market. Dieser ist wohl mit Abstand der Größte. Es gibt aber immer wieder Beschwerden über zwielichtige Moderatoren und Geld, dass von Konten verschwindet. Für diejenigen, die an neueren, gut gestalteten Websites mit gut bewertetem Kunden-Support interessiert sind, ist vielleicht der Empire Market interessant. Auch Rapture könntest Du dir mal ansehen.

lchudifyeqm4ldjj.onion
empirmektgjovhm.onion
dscv5ng2qlf3abls.onion

 

                                             

 

Bildquelle: Ibropalic, thx!

Andreas kann auch relativ sicher über uTox oder GnuPG-Mail erreicht werden. Tox ID: 5643321C2C09E129D74A94128A601004BC62637EF44ED767D07569153BCDCA4F696BB1C61C39 PGP PUBLIC KEY

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