Hackerangriffe auf unsere Autos verhindern – So geht’s

Hackerangriffe auf unsere Autos verhindern – So geht’s

Über hundert Steuergeräte sind in modernen Autos verbaut. Steuergeräte sind kleine Microcontroller oder Kleinst-Computer und über jeden einzelnen von ihnen können Hacker die Kontrolle übernehmen. Können wir uns vor solchen Attacken schützen? Die Antwort ist hier erst einmal: Nein!

Der reine Horror

Fahrzeuge fahren selbständig los, stürzen sich aus Parkhäusern und nehmen keine Rücksicht auf Insassen oder Passanten. Sicher ein Horror-Szenario! Aber möglich. Den Beweis lieferten die IT-Sicherheitsexperten Charlie Miller und Chris Valasek, als sie einen Jeep Cherokee übers Mobilfunk Modul des On-Board-Multimediasystems hackten und ihn beschleunigen und gar stoppen konnten.

Hersteller garantieren Funktion

Was also können wir tun? Erstmal gar nichts. Wir wissen nicht mal, was unser Smartphone alles kann. Wie also sollten wir die viel komplexeren Vorgänge in unserem Auto verstehen. Wir müssen die Hersteller in die Pflicht nehmen. Die Verantwortung kann unmöglich beim Kunden liegen, die Haftpflicht liegt beim Hersteller. Erst wenn es dazu die passenden Gesetze gibt, werden Hersteller mehr investieren, mehr Wert auf die Computersicherheit legen, und Hürden für kriminelle Angeifer erhöhen.

Das positive Beispiel Continental

Autozulieferer Continental z.B. übernimmt bereits die Verantwortung: Hier rüstet man ab sofort alle Steuergeräte mit Sicherheitsprogrammen der Software-Unternehmen Argus Cyber Security und Elektrobit aus. In vernetzten Fahrzeugen ist die Trennung von Telematik zum einen, diese steuert unter anderem den adaptiven Tempomaten und den Zugriff auf Gas und Bremse, und Unterhaltung zum anderen, also Mobiltelefon, Musik-Streaming und so weiter, Pflicht. Es braucht eine starke und sichere Trennung zwischen den mit der Aussenwelt vernetzten Computern und jenen, die das Auto lenken. Die verwendete Software muß für Kontrollinstanzen, wie zum Beispiel dem TÜV offen zugänglich sein. Je mehr Leute Einblick erhalten, desto mehr Fehler können erkannt und desto mehr Lücken können geschlossen werden. Auch würden so Backdoors für private Firmen, Behörden und Dienste auffliegen.

Bildquelle: Kaz, thx! (CC0 Public Domain)

Andreas kann sicher erreicht werden. Fingerprint: 97CEB0F9313CE191

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