Digital Combat – Sicher surfen, besser suchen

Digital Combat – Sicher surfen, besser suchen

Hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben, auch nicht durch unseren Digital Combat Guide. Programme können unentdeckte Bugs enthalten und Ausspähtechniken entwickeln sich ständig weiter. Doch das soll kein Grund dafür sein, nichts zu tun. Hier kannst Du erfahren, wie Du es Datendieben und Schnüfflern so schwer wie möglich machst. Alles was Du wissen musst, findest Du hier, auf www.prinzipia.com.

Weniger ist mehr

Auf ein Wort zur Suchmaschine: Es gibt nicht nur Google. Vielleicht möchtest Du Dir eine Suchmaschine suchen, die etwas umsichtiger mit persönlichen Daten umgeht? Gut so, denn es geht auch ohne Google. Google ist ein Konzern, der aus Wissen und Daten ein Geschäft macht und dafür auch noch ein Monopol anstrebt. Google arbeitet intransparent. Es ist völlig unklar, wie die Suchergebnisse zustande kommen und nach welchen Regeln sie angeordnet werden. Außerdem sammelt Google ungeheuer viele Daten über seine Nutzer und muss durch den Patriot Act mit Geheimdiensten kooperieren. Gleichzeitig ist Google sehr zurückhaltend mit dem eigenen Wissen: Nur die ersten 1000 Treffer einer Suche werden angezeigt. Das klingt viel, ist aber nur ein kleiner Bruchteil aller Ergebnisse. Vieles Interessante landet so im Deepweb.

Meine Empfehlungen

Mein Favorit, seit vielen Jahren ist Metager. Metager ist eine Metasuchmaschine aus Hannover. Metager speichert weder IP-Adresse noch den „Fingerabdruck“ Deines Browsers, verzichtet auf Tracking und bietet einen Zugang über das anonyme Tor-Netzwerk. Die sehr übersichtlich aufgelisteten Infos zu Datenschutz und Privatsphäre können auf der Seite eingesehen werden. Seit August 2016 ist die eingesetzte Software unter einer freien Lizenz kostenlos erhältlich. Wer will, kann sich Qwant.com mal ansehen. Qwant ist eine französische Suchmaschine, die auch auf deutsch angeboten wird. Die Suchmaschine mischt den eigenen Suchindex mit den Ergebnissen von Bing. Qwant will besonderen Wert auf Wahrung der Privatsphäre seiner Nutzer legen. Suchergebnisse werden nicht personalisiert, und die Website ist frei von Trackern. Du solltest aber Plugins installieren, das ist nicht notwendig. Gleiches gilt für die Anmeldung. Auch davon würde ich eher abraten. Achtung: Axel Springer hat einen Anteil von 20% an Qwant erworben. Du musst selbst entscheiden, ob Du damit leben willst. Startpage.com bezieht die Suchergebnisse von Google. Sie gehört dem niederländischen Unternehmen Surfboard Holding B.V. und verdient ihr Geld mit Werbung. Allerdings ist die Werbung anonymisiert und kommt nicht von Spionagenetzwerken, die Dich sonst ausforschen. Die Server von Startpage stehen teilweise in den USA, sollen aber nicht dem Patriot Act unterliegen, wenn Du in den den Servereinstellungen den Standort Europa selbst auswählst.

Hiervon rate ich ab

Nicht mehr zu empfehlen ist DuckDuckGo.com. DuckDuckGo unterliegt dem Patriot Act mit kritischen Auswirkungen auf den Datenschutz. Statt eigener Server verwendet DuckDuckGo virtuelle Maschinen in der Amazon-Cloud EC2. Amazon ist IT-Partner der CIA. Da kann von Privatsphäre keine Rede mehr sein. Dann ist da noch die Baum-Suchmaschine. Ich rate ab. Ecosia verspricht, vom erzielten Gewinn Bäume zu pflanzen. Das ist sehr löblich, aber die Suchmaschine speichert IP-Adresse, den Browsertyp, die Browsersprache und einen Zeitstempel. Diese Daten werden auch an andere Suchmaschinen wie Microsoft oder Bing weitergeben. Sie nutzt außerdem Google Analytics, um Besucher zu verfolgen. Das ist nicht vertrauenswürdig!

Bildquelle: Simon, thx! (CC0 Public Domain)

Andreas kann sicher erreicht werden. Fingerprint: 97CEB0F9313CE191

Related Post

Ein Gedanke zu „Digital Combat – Sicher surfen, besser suchen

  1. Teste gerade Disroot als Google Alternative. Alles open-source. Searx Suche, Rainloop mail, Nextcloud, Riot, Discource, Etherpad, Privatebin, Hubzilla (neu), nice.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.