Die Server-Wahl bei Mastodon ist politisch oder wie ich nach drei Tagen von Chaos.Social flog

Die Server-Wahl bei Mastodon ist politisch oder wie ich nach drei Tagen von Chaos.Social flog

Wer bei Mastodon in der Chaos.Social-Instanz Möse trötet, fliegt. Wer über den Bot der verbotenen linksunten.indimedia.org von einer aktuell begangenen Straftat berichtet, hier waren es die Scheiben eines Bürgeramtes, die dran glauben mussten, und weitere Straftaten gegen staatliche Einrichtungen ankündigt, fliegt nicht. Der Name Chaos.Social zieht. So wollte auch ich unbedingt dort hin. Ein Freund hatte mich noch vor dieser linksversifften Bockwurstbude gewarnt, in der freie Meiungsäußerung kein hohes Gut sein sollte. Ich wollte es nicht glauben, doch Versuch macht klug, dachte ich und stellte als @blackbean eine steile These auf (siehe Bild unten). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Um es mal klar zu sagen, diese Instanz ist keine free speach zone. Na dann eben nicht.

Dezentral und anormal auf Mastodon

Mastodon ist dezentral, aber nicht p2p. Jeder Penner kann, mit ein wenig Geschick seinen eigenen Server mit der Mastodon-Software austatten; diese ist im Nezt frei verfügbar. Als Besitzer einer solchen Instanz, kannst Du dann eigene Ziele verfolgen, Regeln festsetzen und ein wenig Gott spielen. Und genau da ist auch das Problem. Der Eigentümer oder Admin einer Instanz legt fest, ob und wenn ja, mit welchen anderen Instanzen die eigene Bude kommunizieren soll. Wer auf diese Instanz zugreifen kann und was verbreitet werden darf.

Eingeschränkte Grundrechte auf Muschi-Servern

Die Meinungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut, sie ist sogar gesetzlich verankert und wird staatlich garantiert. Sie gilt immer, überall und für Jeden. Doch wenn man Pech hat und auf der falschen Mastodon-Instanz landet, gilt das nicht mehr. Auf Chaos.Social, zum Beispiel, wird dieses Grundrecht auf Meinungsfreiheit illegal eingeschränkt. Zugegeben, eine extreme These, die ich da aufgestellt habe. Doch das Wort wohl gesetzt . Und tatsächlich zeigte man sich beeindruckt.

Serverwahl ist politische Entscheidung

Man muss schon genau hinschauen. Eine gute Möglichkeit ist es, sich auf http://instances.mastodon.xyz/ erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Sieht man sich die Übersicht genauer an, fällt auf, dass sich die Instanzen nicht nur in ihren registrierten Accounts und der Anzahl der abgesetzten Statusupdates unterscheiden, sondern auch in der Anzahl ihrer Verbindungen zu anderen Instanzen. Während einige Netzwerke stark vernetzt sind und über 600 Verbindungen zu anderen Instanzen haben, sind andere Server kaum vernetzt. Und das, obwohl einige von ihnen durchaus viele aktive Nutzer haben. Das liegt daran, dass die verschiedenen Instanzen von unterschiedlichen Menschen administriert werden, die mit ihren Entscheidungen unterschiedliche Ziele verfolgen. Gerät man an eine verkniffenen IT-Fotze mit alternativ- und vegan-feministischem Hintergrund, reicht schon ein Körnchen Wahrheit, ein klares Wort, ein Statement und die eigene Mastodon-Karriere ist zumindest auf dieser Instanz gelaufen. Besprechungen von Straftaten gegen den Staat und Beleidigungen von deutschen Ministern gehören dagegen zum guten Ton und sind nur selten ein Problem. Die Serverwahl ist eine politische Entscheidung. Und wer Twitter gegen Mastodon tauscht, läuft nicht selten Gefahr, in ein linksterroristisches Netzwerk zu geraten.

Sammelbecken für soziale Randgruppen

Du mußt Dir auf jeden Fall die Guidelines einer Instanz ansehen: Sie geben Hinweise auf den Umgang miteinander und Auskunft darüber, wie in Konfliktfällen miteinander umgegangen wird. Spätestens hier sollte Dir klar werden, ob Du auf einem linksverzeckten Aktivisten-Server gelandet bist. Mastodon ist derzeit ein Sammelbecken für soziale Randgruppen. Es könnte, technisch gesehen, tatsächlich eine Alternative zu Twitter sein. Allerdings macht es einem die eher linkslastig-feministische Klientel dort schwer, ernsthaft freie Gedanken zu äußern. Die Regeln sind unklar und vom jeweiligen Admin abhängig. Es gibt keine Rechtssicherheit, und man kann jederzeit einfach so fliegen.

Deshalb informiere Dich, bevor du deinen Account anmeldest, lies das About der Instanz und wähle die aus, mit deren Regeln du leben kannst. Natürlich sollte man auch in den Werten übereinstimmen, die man teilt. Dringend abraten möchte ich in diesem Zusammenhang von der Instanz Chaos.Social, aus Gründen.

Bildquelle Beitragsbild: TotumRevolutum, thx! (CC0 Public Domain) Bildquelle Textbilder: Mastodon/ Chaos.Social

Andreas kann sicher erreicht werden über Signal: +47 925 40 614, Wire: @andreaskoeppen, Threema: 74YNTKXK, pEp-Fingerabdruck: FDAD B894 FAD1 5417 D6D4 987F FADB 2630 7B6E 14EC .

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