Schlag gegen Prostituierten-Ring. Ex-Miss festgenommen

Schlag gegen Prostituierten-Ring. Ex-Miss festgenommen

Einen Schlag gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution gelang den Ermittlern in Wien. Ein Prostituierten-Ring wurde zerschlagen und fünf Beschuldigte festgenommen. Darunter die beiden Hauptbeschuldigten – die Ex-Schönheitskönigin Mariana Pares Pacheco aus Venezuela und einer 33-jährigen Venezolanerin. Sie hatten in den letzten Monaten diesen riesigen VIP-Escort-Service aufgebaut. Über eine Homepage konnten in ganz Europa Frauen gebucht werden.

Mariana Pares Pacheco stammt aus der venezolanischen Provinz Lara, wo sie als Model arbeitete und an einigen Schönheitswettbewerben teilnahm. 2016 gewann sie den Señorita-Miss-Internacional-Wettbewerb. Dann kam sie nach Österreich und stieg in Wien ins Rotlicht-Geschäft ein. Mariana, mit langen, strahlend schwarzen Haaren, langen Beinen, operierten Brüsten, flirtend und kaum 21 Jahre alt.

Mariana P. und eine 33-jährige Venezolanerin bauten übers Internet einen Riesen-Escort-Service auf, der auch viele Mädchen für Prominente organisiert haben soll. 600 Escort-Damen aus unterschiedlichen Ländern boten dort ihre Dienste an. Freier konnten nach sexuellen Neigungen, Größe, Hautfarbe, Alter, Brustgröße und Nationalität auswählen. Dieser Escort-Service lief so gut, dass die beiden Haupttäterinnen sich total zerstritten hatten. Letztendlich waren es dann zwei gut florierende Prostituierten-Ringe. Am vergangenen Donnerstag wurde sie verhaftet, wie Heute.at berichtet.

Aufnahmen in den Sozialen Netzwerken von Mariana

#Sucesos | “La Meretriz Guara” ofrecía a las chicas la mitad de las ganancias https://t.co/2ic99BJkMU pic.twitter.com/Kwh3i4wxOs
La Prensa de Lara (@laprensalara) 18. Juni 2018

Aufnahmen in Wiener Nobel-Club….:

“Fifty-fifty” era el negocio de la larense Mariana Pares para llevarse a las chicas a #Austria https://t.co/EiBOpcEAin pic.twitter.com/DsPfDXU9oT
La Prensa de Lara (@laprensalara) 18. Juni 2018

#Sucesos | “La meretriz guara” ofrecía pasajes a Austria a cambio de ser una dama de compañía VIP https://t.co/EiBOpcEAin pic.twitter.com/s54JXxjObk
— La Prensa de Lara (@laprensalara) 18. Juni 2018

Ihre “Fans” prophezeiten bereits im April, dass sie im Gefängnis landen werde. Als sie ein Foto von sich in einem Luxus-Auto postete, schrieb ein User darunter:

“Du wirst im Knast alt werden oder sterben.”

Wie das Portal Vene Press berichtet, soll die als „Dirne Guara“ stadtbekannte Prostituierte, Frauen aus Venezola in Clubs und über das Internet kontaktiert haben. Den ahnungslosen Frauen wurden gut bezahlte Jobs als Nanny in Europa versprochen. So wurden sie nach Wien gelockt. Einmal angekommen, nahmen die Kriminellen ihnen die Pässe weg und schüchterten sie durch Drohungen ein und zwangen sie zur Prostitution.

Durch die Chefin, einer 33-jährigen Venezolanerin, seien die Opfer nahezu täglich in angemieteten Wohnungen oder bei Hotelbesuchen und rund um die Uhr, dazu gezwungen worden, der Prostitution nachzugehen. Sie wurden ständig beaufsichtigt und sie mussten anschließend das ganze Geld an die Auftraggeber abgeben. Im März 2018 gelang es einer jungen Frau sich aus den Fängen ihrer Peiniger zu befreien. Sie flüchtete aus einer Wohnung und wandte sich an die Polizei, um Anzeige zu erstatten. Nach intensiven Ermittlungen schlug die Eliteeinheit Cobra am 7. Juni 2018 zu. In Zusammenarbeit mit der österreichischen Polizei wurden dann in einer Wiener Wohnung insgesamt fünf Personen verhaftet, darunter Francia S., Francisco J., Jeffry J. und Mariana P.

15 Frauen aus Venezuela und Kolumbien konnten in Österreich aus den Fängen der Menschenhändler befreit werden. Zwei Opfer, die gerade am Flughafen Wien-Schwechat angekommen waren, konnten in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden von der Staatsanwaltschaft identifiziert und erhielten nun einen Flüchtlingsstatus.

Die Polizei bittet um weitere Hinweise, es könnte noch viel mehr Opfer geben, die unter der Vorspiegelung falscher Versprechungen nach Österreich gelockt und hier brutal zur Sex-Arbeit gezwungen wurden. Aufnahmen von vier Verdächtigen gingen jetzt an die Öffentlichkeit.

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

 

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